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Schlickburg 41 a
25371 Seestermühe

Orthopädie / Lahmheiten

Einer unserer Schwerpunkte liegt in der orthopädischen Untersuchung Ihres Pferdes. Sei es wegen einer Lahmheit, Rittigkeitsbeschwerden oder einer Rückenproblematik, wir untersuchen Ihr Pferd sowohl in der Klinik, als auch draußen in Ihrem Stall.

Für eine ausführliche Lahmheitsdiagnostik sind in unserer Klinik durch die gerade, harte Vortrabstrecke, den harten Zirkel, sowie der Bewegungshalle sehr gute Bedingungen gegeben. Aber auch draußen versuchen wir die bestehenden Möglichkeiten bestmöglich auszuschöpfen.

An eine ausführliche Lahmheitsdiagnostik mit Beurteilung Ihres Pferdes im Stand und in der Bewegung, schließen sich Beugeproben und gegebenenfalls Leitungs- und/oder Gelenks- bzw. Sehnenscheidenanästhesien an. Dadurch kann der lahmheitsverursachende Bereich genauer lokalisiert werden und anschließend durch bildgebende Verfahren diagnostiziert werden, ob der Knochen und/oder das Weichteilgewebe betroffen ist. Dafür stehen uns ein hochauflösendes, stationäres Ultraschallgerät und Röntgen zur Verfügung, sowie mobile Geräte für die Außenpraxis.

Sollte weitere Bildgebung wie eine Szintigraphie, eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder eine Computertomographie (CT) notwendig sein, um die genaue Ursache des Problems Ihres Pferdes zu finden, so führen wir diese in Zusammenarbeit mit unseren Überweisungskliniken für Sie durch.

Anschließend erfolgt eine entsprechende Therapie:

Handelt es sich um eine Erkrankung des Gelenks, kann dieses z.B. mit einem Kortikosteroid und Hyaluronsäure behandelt werden.

Regenerative Medizin:

Außerdem können wir die Gelenks-, Sehnen-, Muskel- und Banderkrankungen Ihres Pferdes in unserer Klinik mit PRP und IRAP behandeln.

PRP steht für „platelet rich plasma“, also Thrombozyten angereichertes Plasma. Die Thrombozyten aktivieren, nach der Injektion des PRPs in die verletzte Struktur, körpereigene Wachstumsfaktoren und unterstützen so die Wundheilung vor allem in ihrer Qualität, sodass das entstehende Narbengewebe strapazierfähiger sein soll.

IRAP steht für „Interleukin Rezeptor Antagonist Protein“. IRAP wird zur Behandlung von Gelenkserkrankung Ihres Pferdes angewandt. Hintergrund ist, dass bei entzündlichen Geschehen innerhalb eines Gelenks das Interleukin-1 das wichtigste Entzündungsprotein darstellt und damit Schädigungen innerhalb des Gelenks und vor am Gelenkknorpel verursacht. Das Interleukin Rezeptor Antagonist Protein (IRAP) ist ein körpereigenes Protein, dass Interleukin-1 hemmt. Somit kann vor allem nach erfolgloser Behandlung des Gelenks mit herkömmlichen Medikamenten und bei arthrotischen Veränderungen, die Behandlung mit IRAP eine sinnvolle Ergänzung darstellen.

Da es sich bei PRP und IRAP um körpereigene Produkte handelt, ist ein großer Vorteil dieser regenerativen Therapien, dass wenig Nebenwirkungen auftreten und keine Dopingrelevanz besteht.


Die Orthopädie befasst sich mit dem Bewegungsapparat des Pferdes. Eine Störung im Bewegungsablauf Ihres Pferdes kann vielfältige Ursachen haben.

Um dem Ursprung einer Bewegungsstörung oder Lahmheit auf die Spur zu kommen, bedarf es einer sorgfältigen Untersuchung Ihres Pferdes. Während einer Lahmheitsuntersuchung schauen wir uns zunächst das Gangbild Ihres Pferdes im Schritt und im Trab auf einer geraden Linie an, danach werden in der Regel Beugeproben durchgeführt. Es folgt die Beurteilung in der Bewegung auf der gebogenen Linie, vorzugsweise auf weichem und auf hartem Boden.

Danach werden diagnostische Betäubungen (Anästhesien) an der betroffenen Gliedmaße durchgeführt, dabei unterscheidet man zwischen

  • Leitungsanästhesien und
  • Gelenks- sowie Sehnenscheidenanästhesien

Hat man so den vermutlichen Ursprungsbereich der Schmerzhaftigkeit lokalisiert, wird der betroffene Bereich mit den bildgebenden Verfahren

  • Röntgen und
  • Ultraschall

untersucht.

Es folgt die spezifische Behandlung der Lahmheitsursache. Neben den klassischen medikamentösen Therapien finden hierfür auch moderne regenerative Therapien wie

  • PRP (Platelet Rich Plasma / Thrombozyten Reiches Plasma)
  • IRAP (Interleukin Rezeptor Antagonist Protein)
  • Stammzellen

ihren Einsatz.

In der Rekonvaleszenz unterstützen wir Sie gerne mit

  • Physiotherapie
  • Chiropraktik
  • Dry Needling
  • Manueller Lymphdrainage
  • Equitaping

Sollte die röntgenologische oder ultrasonographische Untersuchung zu keinem Ergebnis führen, können weiterführende bildgebende Verfahren (Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Szintigraphie) notwendig werden. Hierfür würden wir Sie an entsprechend ausgerüstete Kliniken überweisen.


Videos

Video “Eine funktionelle Einheit – Der Bewegungsapparat des Pferdes” auf ClipMyHorse.TV
Video “Mein Pferd lahmt – was nun?” auf ClipMyHorse.TV

 

 

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